Der Kriminalschriftsteller Raymond Chandler, der in Deutschland vor allem durch die Filmversionen seiner Romane einem größeren Publikum bekannt wurde, erblickte am 23.07.1888 in Chicago/Illinois, das Licht dieser Welt. Sieben Jahre später siedelte er mit seiner Mutter (nach deren Scheidung) nach London über, wo er zehn Jahre auf dem College verbrachte. Sein beruflicher Werdegang führte ihn nach einem einjährigen Frankreich- und Deutschlandaufenthalt in den (englischen) Staatsdienst, den er 1912 quittierte, um wieder in den Staaten zu leben. Er nahm als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil und ging nach Kriegsende in die Staaten zurück und war - mittelfristig - beruflich erfolgreich.
"Einmal habe ich zehn Stunden pro Tag auf einer Aprikosen-Plantage gearbeitet, für zwanzig Cent die Stunde. Ein andermal für ein Sportartikelgeschäft, wo ich für 12 Dollar 50 die Woche Tennisschläger bespannen mußte, 54 Stunden pro Woche. Ich brachte mir selber Buchhaltung bei, und von da an war mein Aufstieg so rapide wie der Wuchs eines Mammutbaums. Das Geschäftsleben war mir fatal, aber trotzdem brachte ich's schließlich zum Vorstandsmitglied eines halben Dutzends unabhängiger Ölgesellschaften." (1)
1925 heiratete Chandler Pearl Cecily Bowen, Cissy genannt. Die Heirat erfolgte erst nach dem Tode von Chandlers Mutter; Cissy war außerdem 18 Jahre älter als Chandler. Seine berufliche Karriere erfuhr Anfang der dreißiger Jahre einen Knick: "Mit der Depression war es damit zu Ende." (2) erklärte Chandler. Andere Quellen machen dafür andere Gründe aus: "Die Affäre mit der Sekretärin eines Kollegen, mit der er übers Wochenende in einem angemieteten Apartment Saufgelage veranstaltet, wird ihm schließlich zum Verhängnis. Er wird gefeuert und steht 44jährig mit seiner alten Frau vor dem Nichts." (3)
In seiner Not besann sich Chandler auf seine frühere schriftstellerische Arbeit; nach dem Ende seiner kurzen Karriere als Staatsdiener hatte er sich seinen Lebensunterhalt als freier Mitarbeiter an diversen englischen Zeitungen verdient. Chandler wollte zuvor bereits ohne den Druck der Notwendigkeit schreiben: "Ich wollte Schriftsteller werden, wußte aber, daß mein irischer Onkel dafür nie zu haben sein würde, und so dachte ich, daß die geruhsamen Stunden im Staatsdienst mir ja vielleicht die Möglichkeit geben könnten, nebenbei zu schreiben." (4)
Warum aber wandte sich Chandler der Kriminalliteratur zu, wo er doch in England vorwiegend als Journalist tätig gewesen war? "Während ich im Auto die pazifische Küste rauf- und runterfuhr, fing ich an, Schundmagazine zu lesen, einfach weil sie billig genug waren, daß man sie wegschmeißen konnte, und weil ich dem Zeug, das man so Frauenzeitschriften nennt, nie habe Geschmack abgewinnen können. Das war in den großen Tagen der BLACK MASK (sofern man es große Tage nennen darf), und es machte mich betroffen, daß manches von dem Geschreibsel stilistisch Kraft besaß und ehrlich war, auch wenn es in reichlich roher Form dastand. Ich gelangte zu der Ansicht, daß es gar nicht schlecht wäre, auf diesem Weg den Versuch zu machen, die Romanschriftstellerei zu erlernen und zugleich auch noch ein bißchen Geld dabei einzustreichen." (5) Eine beschönigende Beschreibung seiner damaligen Situation!

"Ich verbrachte fünf Monate über einem Novellchen von 18.000 Wörtern und wurde es für 180 Dollar los." (6) Das "Novellchen" war die Kurzgeschichte ERPRESSER SCHIESSEN NICHT, die 1933, immerhin nur ein Jahr nach Chandlers beruflicher Katastrophe, in dem (Pulp-) Magazin BLACK MASK erschien. In ERPRESSER SCHIESSEN NICHT tritt der Privatdetektiv Mallory in Aktion, engagiert von einem Spielclubbesitzer, um ein Filmsternchen von ihren Erpressern zu befreien. Mallory erledigt seine Aufgabe, wobei sich herausstellt, daß die Motive seines Auftraggebers keineswegs so lauter sind wie er sie anfangs darstellte.
Bereits in ERPRESSER SCHIESSEN NICHT zeigen sich einige jener Merkmale, die neben anderen für Chandlers spätere Werke charakteristisch werden sollten. Sie spielt in seiner Zeit, in und um Los Angeles, der Protagonist ist ein Privatdetektiv, der zudem von seinem Auftraggeber manipuliert wird, der Stil bereits knapp und prägnant, die übrigen Figuren sind zahlreich, die Geschichte ist handlungsreich, ohne jedoch hektisch und übertrieben zu wirken. Ansonsten ist ERPRESSER SCHIESSEN NICHT ein kühles Werk, das von der Handlung, noch nicht jedoch von seinem Protagonisten und dem Stil des Autoren, lebt. Chandlers Verbrauch von Leichen ist in seiner ersten Geschichte auch noch recht hoch: fünf auf etwa 65 Seiten.
In seiner zweiten Kurzgeschichte, EINFACHE CHANCEN, spielt zum ersten Mal die Figur die Hauptrolle, die Chandler in einigen Jahren erfolgreich machen sollte, der Privatdetektiv Philip Marlowe. Amüsanterweise schien Chandler fünfzehn Jahre später vergessen zu haben, daß er Phil Marlowe zumindest namentlich bereits 1934 schuf, sprach er doch davon, er habe "...Marlowe aus Charakteren entwickelt, die in kurzen Geschichten verwendet; erste namentliche Erwähnung im BIG SLEEP." (7) Ursprünglich sollte der Protagonist seiner Romane Mallory heißen - wie der Protagonist seiner ersten Geschichte!, - Chandler benannte ihn jedoch auf Anregung seiner Frau in Marlowe um. Marlowe soll in EINFACHE CHANCEN als Zeuge in einem Mordprozeß ausgeschaltet werden, der den einen oder den anderen Stadtpolitiker um Macht und Einfluß bringen kann. Er kann jedoch den Verdacht abschütteln, den Mord an dem zweiten Belastungszeugen begangen zu haben. Mit der zweiten Kurzgeschichte, die Chandler 1934 publizierte, stellt er einen weiteren Privatdetektiv vor, Johnny Dalmas; DER SUPERKLUGE MORD wird von dem neuen Protagonisten aufgeklärt, in den ebenfalls ein korrupter Politiker verwickelt ist. EINFACHE CHANCEN und DER SUPERKLUGE MORD heben sich nicht sehr von ERPRESSER SCHIESSEN NICHT ab, immerhin bringt Chandler in EINFACHE CHANCEN seinen Protagonisten dem Leser näher als Mallory oder Dalmas, indem er die Story in der Ich-Form schrieb.
1935 schrieb und publizierte Chandler drei Geschichten: NEVADA-GAS, eine tödliche Auseinandersetzung zwischen Gaunern um Rache und Geld (die erste Arbeit Chandlers, in der der Protagonist kein Privatdetektiv ist, zumindest wird sein Beruf nicht ausdrücklich genannt), SPANISCHES BLUT, ein Polizist in einer mörderischen Auseinandersetzung zwischen Kommunalpolitikern, und MORD IM REGEN, der Einsatz eines Privatdetektivs, dem einen Namen zu geben Chandler sich offenbar nicht entschließen konnte.
 1936 war für Chandler ein sehr produktives Jahr, in dem er immerhin fünf Kurzgeschichten veröffentlichte (wie in den vergangenen Jahren nicht nur in der BLACK MASK, sondern auch im DETECTIVE FICTION WHEEKLY). In ZIERFISCHE macht sich der Privatdetektiv Carmady - der erste Auftritt dieser Figur in Chandlers Arbeiten - auf die Suche nach wertvollen Perlen, der Beute aus einem knapp zwei Jahrzehnte zurückliegenden Raubüberfall. SCHÜSSE BEI CYRANO ist eine beinahe schwermütige Geschichte, was die Darstellung ihrer wichtigsten Protagonisten angeht, und wieder eine Erpressung zum Thema hat. SCHÜSSE BEI CYRANO hebt sich auch durch den etwas ausschweiferenden Stil von den bis dahin erschienenen Arbeiten Chandlers ab. DER MANN, DER HUNDE LIEBTE und DER VORHANG sind weitere Fälle des Privatdetektivs Carmady.
STRASSENBEKANNTSCHAFT NOON STREET ist die bis dahin schwächste Story Chandlers. Ihr Protagonist wird zwar sofort als "Geheimagent des Rauschgiftdezernats" (8) vorgestellt, doch seine weiteren Aktionen haben mit seinem Beruf wenig bis nichts zu tun. Auch die Eingangsszene, in der Protagonist überfallen wird und den Angreifer tötet, ist für die folgende Handlung völlig ohne Bedeutung.
Im darauffolgenden Jahr veröffentlichte Chandler lediglich zwei Geschichten, CHERCHEZ LA FEMME und MANDARIN-JADE (in der BLACK MASK und im DIME DETECTIVE MONTHLY), deren Protagonisten die bereits bekannten Privatdetektive Carmady und Dalmas sind. Mit diesen Arbeiten ging Chandler endgültig dazu über, die Stories über seine Privatdetektive in der ersten Person Singular zu erzählen, was zu seinem späteren Erfolg beitragen sollte, da diese Erzählperspektive dem Leser naturgemäß eine bessere Identifikation mit dem Protagonisten ermöglicht. BLUTIGER WIND, DER KÖNIG IN GELB und BAY CITY BLUES entstanden 1938 (diese Arbeiten erschienen nicht in der BLACK MASK, sondern durchweg im DIME DETECTIVE MONTHLY). In ersterer findet sich John Dalmas unvermittelt in einem Mord- und Erpressungsfall wieder (dabei wollte er doch nur ein Bier trinken...), verschweigt und manipuliert dabei Informationen, um seine Klienten vor den Nachforschungen der Polizei zu schützen, wie es auch Phil Marlowe später oft tun sollte. DER KÖNIG IN GELB ist ein populärer Musiker die Hauptfigur, der einem Racheakt zum Opfer fällt, was von jenem Hoteldetektiv, den er zuvor um seinen Job brachte, aufgeklärt wird. Der Protagonist des BAY CITY BLUES ist ebenfalls John Dalmas. 1939 erreichte Chandlers Produktivität einen neuen Höhepunkt; auch in diesem Jahr veröffentlichte er fünf Geschichten: PERLEN SIND EINE PLAGE, GEFAHR IST MEIN GESCHÄFT, DIE TOTE IM SEE, ICH WERDE WARTEN und DIE BRONZETÜR (bis auf zwei Ausnahmen im DIME DETECTIVE MONTHLY). Besonders bemerkenswert davon sind PERLEN SIND EINE PLAGE wegen seines humoristischen Einschlags (in der Geschichte stolpert der Protagonist auf seiner Suche gestohlenen Perlen nicht einmal über nur eine Leiche, gleichwohl läßt sich über den Unterhaltungswert des massiven Whiskykonsums streiten), ICH WERDE WARTEN, die immerhin in der SATURDAY EVENING POST erschien (und deren Protagonist wieder ein Hoteldetektiv ist), sowie DIE BRONZETÜR als phantastische Geschichte, die in dem Science Fiction-Magazin UNKOWN abgedruckt wurde. Jeder, der durch DIE BRONZETÜR geht, verschwindet, löst sich gleichsam in Luft auf - ein ideales Mittel für den Protagonisten, um seine ungeliebte Ehefrau zu beseitigen.
In den übrigen Geschichten ist Gefahr ist wieder einmal das Geschäft von Johnny Dalmas. Zuerst wird er engagiert, um Belastungsmaterial gegen eine zukünftige, aber unwillkommene Schwiegertochter zu liefern, während es in seinem zweiten Auftrag um DIE TOTE IM SEE geht.
Das Jahr 1939 ist auch in anderer Hinsicht für Chandlers Werk bemerkenswert: In diesem Jahr erschien sein erster Roman: DER GROSSE SCHLAF (gleichzeitig bei Knopf/USA und Hamilton/England). Chandler ging dabei einen einfachen Weg, denn DER GROSSE SCHLAF basiert auf zwei Kurzgeschichten, die er 1935 und 1936 publizierte, MORD IM REGEN und DER VORHANG. MORD IM REGEN bildet den ersten Teil des Romans, DER VORHANG den zweiten. Chandler fügte außerdem ein Mittelstück ein, das etwa so umfangreich wie jede der Kurzgeschichten, aber handlungsärmer ist, um die Handlungsstränge miteinander zu verbinden. Daran zeigt sich deutlich, das DER GROSSE SCHLAF aus zwei Kurzgeschichten besteht, die zusammengefügt werden mußten, was Chandler immerhin ohne logische Brüche in seiner Romanhandlung gelang.
In MORD IM REGEN wird der (ungenannte) Protagonist von dem Industriellen Dravec beauftragt, ihn von einem Erpresser zu befreien, der Schuldscheine seiner Pflegetochter Carmen in die Hände bekommen hat. Doch der Erpresser, der Porno-Fotograf Steiner (für die Verhältnisse der dreißiger Jahre), wird erschossen, bevor der Protagonist mit ihm reden kann. Carmen sitzt nackt und halb betäubt daneben. Weitere Rollen spielen der Spielclubbesitzer Slade, der Steiner protegierte, Joe Marty, der Steiners Gewerbe fortführen will, und Carl Owen, Dravecs Fahrer und Carmens Ex-Geliebter. Carl Owen tötete Steiner, kam später bei einem Unfall um, zum Schluß sterben Dravec und Joe Marty - alles in allem vier Tote auf etwa 50 Seiten.
Anfangs mutet DER VORHANG aufgesetzt und unglaubwürdig an. Larry Batzel, ein flüchtiger Bekannter Carmadys, wird getötet, weil er angeblich einen Mord seines Chefs, ein Spielclubchef namens Joe Mesarvey, beobachtet haben soll. O'Mara, der vermeintlich Getötete, ist der Schwiegersohn General Winslows, den Carmady daraufhin aufsucht. Carmady erhält den Auftrag, den verschwundenen O'Mara zu finden. Seine Recherchen führen ihn zu einer einsam gelegenen Garage, wo er überwältigt wird. Carmady kann sich aber befreien und tötet Lash Yeager, einen bezahlten Killer Mesarveys. Mesarvey hat O'Mara nicht getötet, sondern seine Leiche beseitigen lassen, der Mörder ist vielmehr General Winslows zehnjähriger, psychopathischer Enkel - O'Mara war sein Stiefvater -, dem auch Carmady beinahe zum Opfer fällt. Der MORD IM REGEN findet sich vollständig in DER GROSSE SCHLAF wieder, auf die Wiedergabe der weniger plausiblen Passagen aus DER VORHANG verzichtete Chandler dagegen. Der Auftraggeber Marlowes ist General Sternwood, den zu erpressen der Pornohändler Steiner versucht. Marlowe soll gegen ihn vorgehen. Er wird (noch) nicht beauftragt, den verschwundenen Schwiegersohn Sternwoods, Rusty Regan, aufzuspüren. Marlowe findet - wie der namenlose Protagonist in MORD IM REGEN - Steiner tot vor, Carmen Sternwood, die jüngste Tochter des Generals, sitzt wie gehabt daneben. Auch Carl Owen (als Owen Taylor), Joe Marty (als Joe Brody) und Slade (als Eddie Mars) spielen ihre bekannten Rollen. Eine neue Figur ist der schwule Freund Steiners, der den Tod Steiners durch den Mord an Brody zu rächen meint. Im zweiten Teil des Roman macht sich Marlowe zunächst auf eigene Faust auf die Suche nach Regan. Er findet wie in DER VORHANG jene Garage, wird überwältigt, kann sich befreien und tötet den Killer (der diesmal Canino heißt). Erst danach erhält er von General Sternwood den offiziellen Auftrag, nach Regan zu suchen... Aber Regan ist tot, genau wie O'Mara in DER VORHANG, getötet von Carmen Sternwood, die in DER GROSSE SCHLAF die Rolle des Psychopathen/der Psychophatin einnimmt. Ihre Schwester Vivian, die Frau Regans, bat Eddie Mars, die Leiche verschwinden zu lassen, und wird daraufhin von ihm erpreßt.
Carmen Sternwood und Eddie Mars sind die beiden wichtigsten Verbindungsglieder zwischen den Romanteilen. Das ist zwar simpel, aber wirksam. Chandlers Stil ist zwar weiterhin prägnant, aber nicht in gleichen Maß kurz und knapp wie vor allem in seinen ersten Kurzgeschichten. Auch seine Charaktere sind nicht mehr schablonenartig, was vor allem für Philip Marlowe gilt, der bereits in DER GROSSE SCHLAF nicht immer das tut, was seine Klienten von ihm erwarten, aber dennoch ihre Interessen verfolgt. Das bildet einen interessanten und reizvollen Kontrast zu seinem spöttisch-zynischen Auftreten, das mitunter für recht amüsante Dialoge sorgt.
Philip Durham, ein Literaturwissenschaftler der University of California, schrieb über Chandlers Charaktere: "In allen diesen Geschichten wird immer wieder deutlich, daß Chandlers Protagonist weit mehr damit befaßt ist, Menschen zu helfen, als etwa Geld zu verdienen. Er beschützt die Hilflosen, ob sie nun bemittelt sind oder nicht." (9) Chandler drückte sich typischerweise prägnanter aus: "(...) und andere Burschen, die mir mitteilen, ich hätte ein soziales Gewissen. P. Marlowe hat soviel Gewissen wie ein Droschkengaul. Er hat ein persönliches Gewissen, was eine ganz, ganz andere Sache ist." (10)
Ein Jahr später erschien Chandlers zweiter Roman, LEBWOHL, MEIN LIEBLING (wieder bei Knopf und Hamilton), der auf den Novellen DER MANN, DER HUNDE LIEBTE, CHERCHEZ LA FEMME und MANDARIN-JADE beruht. Carmadys Auftrag führt ihn zu dem Mann, der Hunde liebte, dem Tierarzt Dr. Sharp, der jenen Schäferhund beherbergt, der der jungen Frau gehört, nach der Carmady suchen soll. Der Privatdetektiv beschattet den Arzt, wird bewußtlos geschlagen, findet sich in einer kleinen psychiatrischen Klinik wieder, wird dort mit zwei korrupten Polizisten und dem Verbrecherpärchen Farmer Saint und Schwester in ein mörderisches Gefecht verwickelt und entdeckt die Gesuchte schließlich auf einem Spielcasinoschiff vor der Küste Bay Citys - als Farmer Saints Frau.
Auch in CHERCHEZ LA FEMME gelangt Carmady zum Einsatz. Mehr oder minder zufällig ist er dabei, als Steve Skalla, ein Ex-Häftling, den Geschäftsführer einer Neger-Kneipe tötet, der ihm Auskunft über Beulah, seine ehemalige Freundin, verweigert. Carmady sucht die Witwe des früheren Kneipenbesitzers auf, danach die Rundfunkstation, bei der Beulah früher arbeitete, findet Beulahs Wohnung und dort die Leiche Mr. Marineaus, des Rundfunkchefs. Seine Frau hält sich auch in der Wohnung auf. Steve Skalla taucht auf, gibt zu, Mr. Marineau getötet zu haben, den er für den Geliebten Beulahs hielt, und wird von seiner Frau erschossen. Beulah, die später auf der Szene erscheint, hält noch eine Überraschung für Carmady bereit. Mit der MANDARIN-JADE befaßt sich dagegen John Dalmas. Er erhält den Auftrag, Lindley Paul beim Rückkauf einer gestohlenen Jadekette zu begleiten, wird dabei niedergeschlagen, während Paul getötet wird. In einem Zigarettenetui Pauls findet Dalmas drei Visitenkarten eines Mannes, der sich "Soukesian, der Magier" nennt (was er zunächst der Polizei verheimlicht). Dalmas nimmt Kontakt mit Soukesian auf und wird bei ihrem Treffen niedergeschlagen - ein bekanntes Handlungsmuster... Dalmas lernt auch die Eigentümerin der Jadekette kennen, Mrs. Prendergast, die ihn in eine Falle lockt, in der er wieder einmal niedergeschlagen und beinahe entführt wird. Während die Polizei den Tod Pauls als Folge von Rivalitäten innerhalb einer Räuberbande darstellt, läßt sie Mrs. Prendergast, die (aus Eifersucht) einen Killer auf Paul ansetzte, als Frau einen reichen Mannes ungeschoren davonkommen. Mit der Logik der Handlung ist es in MANDARIN-JADE offensichtlich nicht weit her. Chandler ging diesmal mit der Umsetzung seiner Novellen in einen Roman geschickter vor. Er schnitt sie gleichsam in Scheiben, warf einige weg und setzte die verbliebenen in einer neuen Anordnung wieder zusammen. So trifft Marlowe zuerst auf Moose Malloy, der nach seiner Freundin Velma sucht und den bekannten Mord begeht. Er erhält auch den Auftrag, bei beim Rückkauf einer gestohlenen Juwelenkette als Leibwächter zu fungieren, und zwar von Lindsay Marriot. Marriot wird getötet, Marlowe niedergeschlagen. Über die Visitenkarten gerät Marlowe an Jules Amthor, einen "psychologischen Berater", über Amthor an die korrupte Bay City-Polizei und in die Privatklapsmühle des Dr. Sonderborg. Zuvor war Marlowe von der Eigentümerin der Jadekette, Mrs. Grayle, gebeten worden, den Schmuck wieder zu beschaffen.
Marlowe kann aus der Sonderborg-Klinik entkommen, in der sich interessanterweise Malloy versteckt. Einer seiner nächsten Schritte führt auf das Casinoschiff MONTECITO des Gangsterbosses Brunette, von dem er vermutet, daß er Malloy versteckt. In seiner Wohnung bringt er beide zusammen, Malloy und Mrs. Grayle - die mit Velma identisch ist (womit Chandler geschickt und logisch die Verbindung zwischen den beiden Handlungssträngen herstellt). Velma erschießt Malloy und entkommt.
Auch die Aktion Marriots kann Chandler überzeugend erklären: "'Das Motiv, mich umzubringen, war an sich recht dürftig - nämlich nur, das ich versuchte, ein ehemaliges Tingeltangelmädchen aufzuspüren, das früher mal in einem Central-Avenue-Schuppen als Sängerin aufgetreten war - und das versuchte ich zur derselben Zeit, als ein eben entlassener Sträfling namens Moose Malloy gleichfalls nach ihr suchte. Vielleicht half ich ihm, sie zu finden. (...) Für den Mord an Marriot aber gab es ein viel stärkeres Motiv, das er aus Eitelkeit oder aus Liebe oder aus Habgier oder aus einer Mischung von allen dreien nie in Erwägung gezogen hat. Er hatte Angst, aber nicht um sich selbst.'" (11) Wobei letzteres weniger plausibel ist.
Zwei weitere Figuren aus seinen ursprünglichen Novellen, die für die Handlung unverzichtbar sind, wußte Chandler zwar komplikationslos in LEBWOHL, MEIN LIEBLING zu integrieren, aber nicht zu motivieren: "'Und Amthor - das ist ein ganz schräger Vogel. Er ist in einem New Yorker Hotel kassiert worden und soll ein internationaler Verbrecher sein. (...) Aber Amthor hatte mit keinem der Morde was tun. Auch Sonderborg nicht.'" (12) Warum die beiden aber agieren - außer, um die Handlung voran zu treiben -, erklärt das nicht.
Chandler hat - wie auch bereits bei DER GROSSE SCHLAF - seine Novellen keineswegs wortwörtlich abgeschrieben. Die ersten beiden Absätze aus CHERCHEZ LA FEMME: "Der große Bursche ging mich überhaupt nichts an. Damals nicht und später nicht, überhaupt nie, und damals am allerwenigsten. Ich war drüben an der Central, die das Harlem von Los Angeles ist, hatte in einem der 'gemischten' Blocks zu tun, wo es immer noch getrennte Lokale gab, für Weiße und für Farbige. Ich war auf der Suche nach einem kleinen griechischen Friseur namens Tom Aleidis, dessen Frau unbedingt wollte, daß er wieder nach Hause kam, und bereit war, ein bißchen Geld dafür auszugeben, daß ich ihn fand. Es war ein friedlicher Job. Tom Aleidis war kein Ganove." (13) Daraus wurde in LEBWOHL, MEIN LIEBLING: "Es war einer von den gemischten Wohnblocks drüben an der Central Avenue, einer der Blocks, die noch nicht völlig von Negern bewohnt waren. Ich war gerade aus einem kleinen Friseurladen gekommen, in dem nach Ansicht einer Agentur möglicherweise ein Aushilfsfriseur namens Dimitros Aleidis arbeitete. Er war keine große Sache. Seine Frau hatte gesagt, sie würde ein paar Dollar springen lassen, wenn sie ihn wieder nach Hause kriegte." (14).
Bereits durch den Vergleich der Seitenzahlen zeigt sich, daß Chandler die Novellen keineswegs nur aneinanderfügte, sondern - wie bereits in DER GROSSE SCHLAF - auch erweiterte. DER MANN, DER HUNDE LIEBTE, CHERCHEZ LA FEMME und MANDARIN JADE haben einen Gesamtumfang von etwa 160 Seiten, während der Roman immerhin 300 Seiten aufweist - und das, obwohl Chandler nicht jeden Handlungsstrang aus seinen Kurzgeschichten in den Roman übernahm.
In LEBWOHL, MEIN LIEBLING sagte Chandlers auch einiges über die (sentimentalen?!) Motive seines Privatdetektivs Philip Marlowe aus: "'Ja, schon - nur hat der arme Kerl mir hundert Eier gezahlt, damit ich auf ihn aufpasse - und das hab ich nicht getan. Das macht mir Schuldgefühle. Das macht, das ich weinen möchte. Soll ich weinen?'" (15)

1941 publizierte Chandler lediglich eine Kurzgeschichte, KEINE VERBRECHEN IN DEN BERGEN im DETECTIVE STORY MONTHLY. In der Novelle hat der Privatdetektiv John Evans seinen ersten und einzigen Auftritt in Chandlers Werk.
Ein Jahr darauf erschien Chandlers dritter Roman, DAS HOHE FENSTER, bei Knopf, sein erstes Buch, in dem er nicht frühere Kurzgeschichten zu einem Roman verband. Marlowe erhält von Mrs. Elizabeth Bright Murdock, der Matriarchin der Familie, den Auftrag, die Brasher-Dublone, eine seltene Goldmünze, aufzuspüren; seine Auftraggeberin verdächtigt ihre ungeliebte Schwiegertochter Linda, eine Nachtclubsängerin, des Diebstahls. Linda hatte sich kurz zuvor von ihrem Mann getrennt.
Chandler zeigt in dem Buch, daß er auch ohne Vorlagen fähig war, eine komplexe und detaillierte Romanhandlung aufzubauen. Der Diebstahl stellt sich als Aktion eines Mannes namens Vannier heraus, der Mrs. Murdock seit Jahren erpreßt. Ihren Sohn und Mann ihrer Schwiegertochter drücken nicht unerhebliche Spielschulden, so daß er von Vannier gezwungen wird, die Münze zu entwenden, damit Vannier davon Duplikate anfertigen kann. Vannier versucht, eine Kopie über den Privatdetektiv Phillips an den Münzhändler Morningstar zu verkaufen; als Phillips die Münze jedoch Marlowe zu kommen läßt, tötet Vannier sowohl Phillips als auch Morningstar, weil er vermutet, daß einer der beiden die Münze zurückhält. Vannier wird von dem jungen Murdock getötet.
DAS HOHE FENSTER weist einen interessanten psychologischen Aspekt auf. Vannier erpreßte und erpreßt Mrs. Murdock mit einem Foto, das zeigt, wie sie ihren ersten Mann aus dem Fenster stößt (um eine hohe Versicherungssumme kassieren zu können). Dem schüchternen, neurotischen Mauerblümchen Merle Davis, die damals die Sekretärin des ersten Mannes von Mrs. Murdock war und zur Zeit der Handlung ihre Privatsekretärin ist, macht sie glauben, sie, Merle Davis, habe ihren Ehemann aus dem Fenster gestoßen - als Rückversicherung, falls Vannier die Wahrheit verlauten lassen sollte. Und Merle Davis glaubt auch nach Marlowes Erklärungen nicht, daß sie acht Jahre über von ihrer Arbeitgeberin manipuliert wurde. Zwei weitere Aspekte erscheinen dagegen weniger stimmig. Zum einen sind die Morde im Roman (natürlich nicht der Fenstersturz) für den Fortgang der Handlung nicht zwingend erforderlich, aber vermutlich würde kein Leser einen Kriminalroman ohne mindestens einen Mord lesen wollen - damals wie heute. Zum anderen ist es unwahrscheinlich, daß Vannier in dem Moment, als Mrs. Murdocks erster Mann aus dem Fenster stürzte, einen Fotoapparat in der Hand hielt und außerdem im richtigen Augenblick auf den Auslöser drückte - womit DAS HOHE FENSTER steht und fällt. Marlowe lehnt es ab, den Mörder Vanniers der Polizei zu übergeben: "'Ich werde sie nicht verpfeifen, falls sie das meinen. Wenn ich in die Sache hineingezogen werde, muß ich mich nach der jeweiligen Lage richten. (...) Ich habe für ihre Mutter gearbeitet, und wenn sich daraus ein Anrecht auf mein Schweigen ableiten läßt, so kriegt sie es. Ich mag sie nicht, ich mag auch Sie nicht. Ich mag dieses Haus nicht. Ich mochte Ihre Frau nicht besonders. Aber ich mag Merle. Sie ist irgendwie dumm und krank, aber sie ist auch irgendwie lieb. Und ich weiß, was ihr diese beschissene Familie in den letzten acht Jahren angetan hat. Und ich weiß, daß sie niemanden aus einem Fenster gestoßen hat. Macht das die Sache klar?'" (16)
Dieser Schluß entspricht durchaus den Intentionen Chandlers. Im Vorwort seiner Kurzgeschichtensammlung ERPRESSER SCHIESSEN NICHT schrieb er: "Was nun die emotionale Basis der knallharten Kriminalgeschichte angeht, so glaubt diese offenbar selber nicht daran, daß Mord seine Aufklärung findet und der Gerechtigkeit Genüge geschieht - es sei denn, ein sehr entschlossenes Individuum setzt es sich zur Aufgabe, eben darauf zu achten, daß der Gerechtigkeit Genüge geschieht." (17) Das erklärt auch, warum die Helden Chandlers fast ausschließlich Privatdetektive sind - Recht ist nicht immer Gerechtigkeit, vor allem nicht für die korrupten Polizisten, mit denen Marlowe, Carmady und Dalmas zu tun haben.
1942 war für Chandler in anderer Hinsicht ein bemerkenswertes Jahr. Er erlebte die ersten Romanverfilmungen. LEBWOHL, MEIN LIEBLING wurde von der Filmgesellschaft R. K. O. als THE FALCON TAKES OVER und DAS HOHE FENSTER als TIME TO KILL von der Twentieth Century Fox in die US-amerikanischen Kinos gebracht.
Bei seinem vierten, 1943 erschienenen Roman, DIE TOTE IM SEE (Knopf), griff Chandler wieder auf seine ursprüngliche Arbeitsmethode zurück. Der Roman basiert auf den Kurzgeschichten BAY CITY BLUES, DIE TOTE IM SEE und KEINE VERBRECHEN IN DEN BERGEN. Im BAY CITY BLUES will Johnny Dalmas einen Kollegen in einer kritischen Situation helfen, doch er findet Harry Matson sterbend vor. Matson wollte durch eine Erpressung aus dem vermeintlichen Selbstmord der Frau Dr. Austrians Kapital schlagen, die tatsächlich von Dr. Austrians Sprechstundenhilfe und Geliebter Helen Matson getötet wurde. Aber auch Helen Matson wird getötet, und zwar von dem korrupten Polizisten De Spain, Helens Ex-Geliebten. BAY CITY BLUES ist aufgrund des straffen und (im nachhinein) folgerichtigen Handlungsablauf die beste der drei Geschichten.
DIE TOTE IM SEE gab dem Roman neben dem Titel einen weiteren großen Teil seiner Handlung. Dalmas wird von dem Parfümfabrikanten Howard Melton beauftragt, seine verschwundene Frau Julia zu finden, die mit einem Telegramm den Eindruck erweckte, sie habe sich mit ihrem Geliebten Lancelot Goodwin nach Mexiko abgesetzt, was aber nicht der Wahrheit entspricht. Dalmas findet Goodwin erschossen vor. Auf eine Frauenleiche stößt Dalmas im Little Farn Lake, der seinem Auftraggeber gehört. Die Leiche wird (immerhin liegt sie bereits zwei Wochen im Wasser) für die Frau des Verwalter des Anwesens, William Haines, gehalten. Tatsächlich ist aber Julia Melton die Tote, ermordet von Beryl Haines und ihrem Mann, der sie beerben wollte. Ein paar unpassende Details stören die Geschichte, beispielsweise ein Fußkettchen, das Melton versteckte und Dalmas findet, das tatsächlich aber keine Bedeutung hat. KEIN VERBRECHEN IN DEN BERGEN ist die schwächste Arbeit. Diesmal wird John Evans von Fred Lacey nach Puma Point (einem kalifornischen Bergort, an dem Chandler sowohl den Little Farn Lake als auch den Puma Lake ansiedelte - zumindest ersterer dürfte eine literarische Erfindung sein) zitiert; auch Evans findet seinen Auftraggeber ermordet vor. Lacey war einem Nazi-Agenten auf die Spur gekommen, der in Puma Point Falschgeld in den Umlauf brachte (sic!). Von dieser Geschichte hat Chandler auch nur wenige Dialoge und die Figuren des Constable Jim Barron und seines Assistenten für DIE TOTE IM SEE übernommen. In dem Roman erhält Marlowe den Suchauftrag von Derace Kingsley. Das Telegramm stammt von seiner Frau Crystal, ihr Geliebter ist Chris Lavery, der ebenfalls bestreitet, mit ihr nach Mexiko gefahren zu sein - und bei seiner ersten Begegnung mit Marlowe noch lebt. Dabei wird Marlowe auch erstmals auf Dr. Almore aufmerksam. Aus dem Little Farn Lake taucht die bekannte Frauenleiche auf, die zunächst für Muriel Chess, die Frau von Bill Chess, dem Verwalter, gehalten wird. Bei seinem nächsten Besuch findet Marlowe Lavery erschossen vor; er hat daraufhin eine arge Auseinandersetzung mit der Polizei von Bay City, insbesondere mit Lieutenant Degarmo. Crystal Kingsley nimmt Kontakt mit ihrem Mann auf, stellt sich jedoch als Muriel Chess heraus. Marlowe wird bei dem Treffen niedergeschlagen, Muriel Chess getötet. Sie war sowohl die Mörderin der Frau Dr. Almores (weil sie seine Geliebte war) als auch die Crystal Kingsleys (unter deren Namen sie sich absetzen wollte). Ihr Mörder ist ihr Ex-Mann: "'Jemand, der dachte, daß sie umgebracht werden muß, jemand, der sie geliebt und gehaßt hat, jemand, der viel zu sehr Polizist war, um sie mit irgendeinem weiteren Mord entschlüpfen zu lassen, der aber nicht genug Polizist war, sie einfach festzunehmen und die ganze Geschichte herauskommen zu lassen. Jemand wie Degarmo.'" (18)
Mit DIE TOTE IM SEE übertraf Chandler seine bisherigen Romane. Weite Passagen sind komplett neu geschrieben, die Handlung ist plausibel, plausibler als das Geschehen in seinen früheren Romanen. Seinem ersten Roman, DER GROSSE SCHLAF, ist deutlich anzumerken, daß er aus zwei Kurzgeschichten besteht; LEBWOHL, MEIN LIEBLING weist Handlungsstränge auf, die zwar wichtig sind, zum Schluß aber nicht mehr in das gesamte Geschehen eingebunden werden können; DAS HOHE FENSTER geht von einer unwahrscheinlichen Grundvoraussetzung aus. DIE TOTE IM SEE ist dagegen völlig makellos.
Jene acht Kurzgeschichten, auf denen die Romane DER GROSSE SCHLAF, LEBWOHL, MEIN LIEBLING und DIE TOTE IM SEE beruhen, hat Chandler zu seinen Lebzeiten nicht mehr für einen erneuten Abdruck freigegeben - er betrachtete sie als "ausgeschlachtet".

1944 begann eine weitere, neue Phase in Chandlers Schaffen. In diesem Jahr schrieb er die Drehbücher für die Paramount-Filme DOUBLE INDEMNITY und AND NOW TOMORROW. Außerdem veröffentlichte er das Essay DIE SIMPLE KUNST DES MORDES (im ATLANTIC MONTHLY), seine Sicht der Kriminalliteratur seiner Zeit. Interessant und bezeichnend (für sein Werk) sind seine Ausführungen über den idealen Protagonisten: "Aber durch diese schäbigen Straßen muß ein Mann gehen, der selbst nicht schäbig ist, der eine reine Weste hat und keine Angst. (...) Er ist der Held; er ist schlechthin alles. Er muß ein ganzer Mann sein und ein gewöhnlicher Mann - und zugleich doch ein ungewöhnlicher auch. Er muß, um einen ziemlich abgedroschenen Ausdruck zu gebrauchen, ein Mann von Ehre sein - aus Instinkt, aus innerster Notwendigkeit, ohne Gedanken daran, und gewiß ohne Worte darüber. (...) Die Story ist das Abenteuer dieses Mannes auf der Suche nach der verborgenen Wahrheit, und es wäre kein Abenteuer, widerführe es keinen Mann, der fürs Abenteuer geschaffen ist." (19)
Ein Jahr später erschien ein weiteres Essay, SCHRIFTSTELLER IN HOLLYWOOD (ebenfalls im ATLANTIC MONTHLY), in dem Chandler seine Erfahrungen und Beobachtungen als Drehbuchautor thematisierte. Daneben schrieb er das Drehbuch zu THE UNSEEN für die Paramount. LEBWOHL, MEIN LIEBLING wird als MURDER, MY SWEET nochmals von der R. K. O. verfilmt. 1946 verfaßte Chandler das Drehbuch für THE BLUE DAHLIA, eine weitere Paramount-Produktion. Er schrieb auch das Drehbuch THE INNOCENT MRS. DUFF für die Paramount, das jedoch nicht realisiert wurde. DER GROSSE SCHLAF wurde von Warner Brothers verfilmt, DIE TOTE IM SEE von Metro Goldwyn Mayer, ein Jahr darauf DAS HOHE FENSTER als BRASHER DOUBLOON von der Twentieth Century Fox. 1948 publizierte Chandler (wieder im ATLANTIC MONTHLY) lediglich das Essay OSCAR-ABEND IN HOLLYWOOD.
Das Drehbuchschreiben war für Chandler kommerziell ausgesprochen erfolgreich: "Für den Job bei der Universal bekam ich im Durchschnitt etwa 4.000 Dollar die Woche." (20) Und: "Fürs vergangene Jahr muß ich fast 50.000 Dollar Einkommensteuer zahlen." (21) Es befriedigte ihn aber nicht: "Wie jeder Schriftsteller, oder fast jeder Schriftsteller, der nach Hollywood geht, war ich am Anfang überzeugt, es müsse doch irgendeine Methode zu entdecken sein, beim Film zu arbeiten, ohne daß dabei das bißchen Schöpfertalent, das man zufällig vielleicht besitzt, komplett vor die Hunde ginge. Aber wie andere vor mir machte ich die Entdeckung, daß ich da einem Traum nachhing. Zu viele Leute haben dem Schriftsteller zuviel dreinzureden in seine Arbeit." (22)
Das Drehbuch PLAYBACK, das Chandler 1947/48 ausarbeitete, ein Marlowe-Fall, jedoch keine Romanverfilmung, wurde ebenfalls nicht realisiert.
Erst 1949 sollte Chandlers fünfter Roman, DIE KLEINE SCHWESTER, erscheinen (als Doppelveröffentlichung bei Mifflin/USA und Hamilton/England). Orfamay Quest, ein Mauerblümchen, will Marlowe beauftragen, ihren Bruder Orrin zu finden, der sich nach Los Angeles abgesetzt hat. Aus Mitleid übernimmt Marlowe den Fall - seine Auftraggeberin bietet ihm nur 20 Dollar... Aber bereits bei seinen ersten Ermittlungen stößt er auf eine Leiche, die des Hausverwalters Clausen, von dem Orrin ein Zimmer mietete, kurz darauf auf eine zweite, die eines Manns namens George W. Hicks. Marlowe deckt einen komplizierten Vorgang auf: Orrin Quest wollte mit seiner Schwester Orfamay den Ex-Gangster Steelgrave erpressen, dem es bislang gelungen war, seine tatsächliche Identität zu verschleiern. Steelgrave ist mit Mavis Weld, einem aufstrebenden Filmsternchen, der Stiefschwester Orfamays, liiert. Offensichtlich tötete er einen weiteren Gangster, der ihn enttarnen wollte. Orrin, der Clausen und Hicks umbrachte, weil sie das Schweigegeld kassieren wollten, und Steelgrave finden ebenfalls den Tod.
DIE KLEINE SCHWESTER wartet mit einem flotten Beginn und herrlichen Dialogen auf: "'Früher trug er einen kleinen blonden Schurrbart, aber Mutter sorgte dafür, daß er ihn abschnitt. Sie sagte...' 'Lassen Sie's gut sein. Der Pfarrer brauchte ihn als Kissenfüllung.'" (23) Nach den ersten 60 Seiten wird die Handlung allerdings langatmig, die Dialoge verlieren ihren gewohnten Witz. Erst auf den letzten 100 Seiten gewinnt der Roman wieder an Schwung. Chandler hat auch Probleme, den Mord an Orrin zu motivieren. Getötet wurde er von Dolores Gonzales, einer Freundin von Mavis Weld: "'Wie viele Männer eine Frau auch haben mag', sagte sie sanft, 'immer gibt es einen, den sie unter keinen Umständen an eine andere Frau verlieren kann. Er war es.'" (24) Dabei kann nur sie seine Mörderin sein, denn sie ist im Besitz der Mordwaffe. Übertrieben ist die endgültige Schlußszene des Romans: Dolores Gonzales wird von ihrem Ex-Mann getötet.
"Das Material des Kriminalschriftstellers ist Melodram, und daß heißt: Übertreibung von Gewalttat und Angst über das hinaus, was einem normalerweise im Leben widerfährt. (...) Die Mittel, die er anwendet, sind realistisch in dem Sinne, daß solche Dinge Leuten wie diesen und an Orten wie diesen allerdings widerfahren; aber dieser Realismus ist nur oberflächlich; das Gefühlspotential ist überladen und überlastet, die Kompression von Zeit und Ereignis tut der Wahrscheinlichkeit Gewalt an, und obwohl solche Dinge passieren, passieren sie doch nicht in so rascher Folge, in so engem logischen Rahmen und in einer so fest miteinander verknüpften Gruppen Menschen." (25) räumte Chandler noch im Erscheinungsjahr des Romans ein. 1950 wurde ein Großteil von Chandlers Kurzgeschichten - von den "ausgeschlachteten" abgesehen - in zwei Sammlungen nachgedruckt. Mit Czenzi Ormonde schrieb Chandler außerdem das Drehbuch zu dem Film STRANGERS ON A TRAIN, der von den Warner Brothers produziert wurde. Regie führte übrigens Alfred Hitchcock. Chandlers zweite phantastische Geschichte erschien 1951 im PARK EAST MAGAZIN/USA und in GO/England (neben einem weiteren Nachdruckband mit seinen früheren Kurzgeschichten seine einzige Veröffentlichung in diesen Jahr). Joe Pettigrew tötet den Liebhaber seiner Frau (die kurz zuvor von ihrem Liebhaber getötet wurde, aber das weiß ihr Mann zu dem Zeitpunkt, zu dem er den Mord begeht, noch nicht), nachdem Pettigrow durch PROFESSOR BINGOS SCHNUPFPULVER unsichtbar wurde. Wie bereits DIE BRONZETÜR bietet diese Geschichte einen interessanten und reizvollen Kontrast zu den übrigen, rationalen Werken Chandlers.
Die phantastischen Geschichten müssen Chandlers heimliche literarische Liebe gewesen sein; bereits 1939 plante er, insgesamt sechs, sieben phantastische Novellen zu schreiben: "Das ironische Glanzstück THE BRONZE DOOR, die vollkommene atmosphärische Phantastik in THE EDGE OF THE WEST, die gespenstische Story GRANDMA'S BOY, die Farce THE DISAPPERING DUKE, die ironische Geschichte THE FOUR GODS OF BLOON, das reine Märchen THE RUBIES OF MAMELON." (26)
Für die Science Fiction hat sich Chandler freilich nicht begeistern können: "Kriminalroman (...) sind im Schwinden, und die Science Fiction ist ein Rohrkrepierer, glaube ich." (27) Oder detaillierter: "Ich bin nicht sonderlich interessiert an Geschichten über Marsbewohner oder das Jahr 3000. Ich habe bei phantastischen Sachen dieser Art etwa das gleiche Gefühl wie bei H. G. Wells: man führt ein Wunder in eine vollkommen alltägliche Umgebung ein und beobachtet dann die Folgen, die gewöhnlich schlimm sind. Die Schwierigkeit beim phantastischen Roman ist grundsätzliche dieselbe, die den ungarischen Dramatikern zu schaffen macht - kein dritter Akt. Die Idee und die daraus resultierende Situation sind gut; aber was passiert nun? (...) Wenn ich von einem Menschen läse, der morgens aufgewacht ist und festgestellt hat, daß er bloß noch einen Viertelmeter groß ist, würde mich gar nicht mehr interessieren, wie ihm das passiert ist, sondern wie er nun damit fertig wird..." (28)
1952 publizierte Chandler lediglich ein Essay: ZEHN PROZENT VOM LEBEN (im ATLANTIC MONTHLY). Thema sind die literarischen Agenten.
Chandlers sechster Roman erschien 1953 bei Hamilton: DER LANGE ABSCHIED. Auf den ersten 60 Seiten verwandte er Szenen aus seiner Kurzgeschichte DER VORHANG. Marlowe lernt Terry Lennox kennen, einen arbeitslosen Trinker, der später seine reiche Ex-Frau, Sylvia Lennox, erneut heiratet. Eines Tages bittet Lennox Marlowe, ihn zu einem Provinzflugplatz kurz vor der mexikanischen Grenze zu fahren; Lennox will sich nach Mexiko absetzen. Kurz nach seiner Rückkehr nach Los Angeles wird Marlowe von der Polizei verhört und verhaftet, denn Lennox steht in dem Verdacht, seine Frau getötet zu haben. Marlowe hält Lennox aber nicht für den Mördern, verweigert weiterhin jede Aussage und verbringt einige Tage im Gefängnis. In Mexiko allerdings erschießt sich Lennox und hinterläßt ein Geständnis.
Wenige Tage später will der New Yorker Verleger Howard Spencer Marlowe engagieren. Er soll auf den Schriftsteller Roger Wade achtgeben, der im Suff bereits einmal seine Frau die Treppe hinunterwarf. Marlowe lehnt ab, läßt sich aber von Wades Frau Eileen mit der Suche nach ihrem Mann beauftragen, der seit mehreren Tagen verschwunden ist. Marlowe findet Roger Wade, und ist danach häufiger Gast bei den Wades. Er findet heraus, daß Terry Lennox mit Paul Marston, dem ersten, im Krieg verschollenen Mann Eileen Wades identisch ist, und lernt Linda Loring, die Schwester der ermordeten Sylvia Lennox kennen. Roger Wade begeht Selbstmord, doch auch der ist nur vorgetäuscht. Sowohl Sylvia Lennox als auch Roger Wade wurden von Eileen Wade getötet (Roger Wade betrog seine Frau mit Sylvia Lennox); der Selbstmord von Terry Lennox war vorgetäuscht, um ihn dem Zugriff der Justiz zu entziehen. Nur ein Selbstmord ist auch ein solcher: der von Eileen Wade am Ende des Romans. DER LANGE ABSCHIED ist der (mit immerhin 380 Seiten) umfangreichste, komplexeste, ausgereifteste und atmosphärisch dichteste Roman Chandlers. Es gibt keine Makel in Stil, Handlungsablauf und innerer Logik. Ebenso wie DIE KLEINE SCHWESTER wirkt DER LANGE ABSCHIED autobiografisch. Spielte in DIE KLEINE SCHWESTER im Hollywood-Milieu, so ist in DER LANGE ABSCHIED ein zumindest kommerziell erfolgreicher Schriftsteller eine der Hauptfiguren, den Chandler außerdem sagen läßt: "'Hier sehen Sie selber einen Schmalspur-Unternehmer in einer Schmalspur-Branche vor sich, Marlowe. Alle Schriftsteller sind Arschlöcher, und ich bin eins der größten. Ich habe zwölf Bestseller geschrieben, und wenn ich den Stapel Quatsch da auf dem Schreibtisch je zu Ende bringe, sind es vielleicht dreizehn. Und keiner davon ist auch nur einen Schuß Pulver wert.'" (29) DER LANGE ABSCHIED ist ein doppeldeutiger Titel. Chandler schrieb das Buch in den letzten Lebensjahren seiner Frau Cissy, die seit mehreren Jahren an einer Lungenkrankheit litt. "In gewissem Sinne hatte ich natürlich schon lange vorher von ihr Abschied genommen." (30) schrieb Chandler nach ihrem Tod am 12.12.1954. Er unternahm einen dilettantischen Selbstmordversuch ("Ich hatte noch nie mit einer Pistole geschossen, und der erforderliche Druck auf dem Abzug war so gering, daß ich ihn kaum berührt hatte, um meine Hand in die richtige Position zu bringen, als der Schuß auch schon losging und die Kugel rings an den Kachelwänden der Duschkabine abprallte und oben in die Decke fuhr." (31)), verbrachte ein Jahr in England und zog sich für drei Jahre von seinem Genre zurück.
1958 erschien Chandlers siebter und letzter Roman, PLAYBACK (bei Mifflin und Hamilton), der auf dem gleichnamigen Drehbuch basiert, das Chandler Ende der vierziger Jahre schrieb. Marlowe wird von einem Anwalt mit der Beschattung einer jungen Frau beauftragt, die sich zunächst Eleanor King, später Betty Mayfield nennt. Betty Mayfield wird erpreßt und verfolgt; aus welchem Grund aber, findet Marlowe nicht selbst heraus.
PLAYBACK ist das (mit etwa 180 Seiten) dünnste Buch Chandlers und nicht in dem gleichen Maße vielschichtig wie seine früheren Romane. Es gibt in dem Roman auch keine vorsätzlichen Morde, nur einen tödlichen Unfall und einen Selbstmord. Kurios ist ein alter Mann, der (in einem Gespräch mit Marlowe) über Gott philosophiert - Chandler selbst?!

Chandler stirbt, von Krankheit und Alkohol geschwächt, am 26.03.1959 in La Jolla/Kalifornien. Posthum wurden drei Kurzgeschichten und ein Romanfragment gedruckt.
DER BLEISTIFT ist (nach EINFACHE CHANCE) die zweite Philip Marlowe-Kurzgeschichte (publiziert 1960 in dem Magazin MANHUNT oder 1959 in der LONDON DAILY MAIL - die Quellen sind widersprüchlich). Ikky Rosenstein gibt sich verzweifelt, als er sich an Marlowe wendet. Er habe sich vom Syndikat abgesetzt, das ihn deshalb töten will. Rosenstein bittet Marlowe, ihn aus Los Angeles zu schaffen. Die Handlung erfährt eine interessante Wendung: Die Killer erschießen zwar Rosenstein, doch es ist nicht der Rosenstein, mit dem Marlowe zu tun hat. Sinn der Aktion war, Marlowe eine Beteiligung an dem Mord anzuhängen, weil er vor Jahren einen Mann des Syndikats festnahm - eine gelungen pointierte Geschichte.
1962 wurde EIN SCHRIFTSTELLERPAAR in DIE SIMPLE KUNST DES MORDES, größenteils eine Sammlung von Chandler-Briefen, abgedruckt. Chandler schildert ein erfolgloses Schriftstellerpaar; er thematisierte offensichtlich seine Erfahrungen aus den dreißiger Jahren. ENGLISCHER SOMMER, eine schwülstige Geschichte um einen Mord in englischen Kleinadelskreisen, wurde dagegen erst 1976 in dem Magazin ANTAEUS veröffentlicht.
Die ersten - und einzigen Kapitel - von DIE POODLE SPRINGS STORY, Chandlers achtem (Marlowe-) Roman, erschienen ebenfalls in DIE SIMPLE KUNST DES MORDES. Auf den wenigen Seiten geschieht nicht viel - Marlowe bezieht sein neues Haus, meldet sich bei der Polizei, entgeht einem Entführungsversuch. Chandler hat Marlowe verheiratet, mit jener Linda Loring aus DER LANGE ABSCHIED. Das überrascht wenig, denn Marlowe war in den Romanen niemals eine unveränderliche Figur. So alterte er in dem gleichen Maß wie sein Autor.
In den sechziger und siebziger Jahren entstanden noch vier weitere Romanverfilmungen: 1969 MARLOWE nach DIE KLEINE SCHWESTER (MGM), 1973 THE LONG GOODBYE (United Artists), 1975 FAREWELL, MY LOVELY (ET ITC) und 1978 THE BIG SLEEP (Winkast).
Chandler hinterließ sieben gute, spannende, humorvolle und unterhaltsame Romane; ein Urteil, das auch für den Großteil seiner Kurzgeschichten Gültigkeit besitzt. Seine Intentionen wird ein heutiger Leser freilich kaum einschätzen können. Eine prominente Kollegin Chandlers, Patricia Highsmith, schrieb über ihn: "Es ist anzunehmen, daß Chandler sich als Schriftsteller durch die sieben Bücher, die er mit Philip Marlowe als Hauptfigur schrieb, Genugtuung verschaffte; und durch die Aussage, die er über seine Zeit machte. (...) Er umgab sich also in gewissem Sinne mit dem, was er brauchte, mit Cissy, der fast eremitenhaften Ehefrau und halben Mutterfigur, und mit Philip Marlowe, einem Mann, der mit den unfeineren Elementen eines brutalen Lebens zurechtkam." (32)

Zitatenachweis:
(1) DIE SIMPLE DES MORDES, Seite 24.
(2) ebenda, Seite 25.
(3) SZ-MAGAZIN 41/90, Seite 54.
(4) DIE SIMPLE KUNST DES MORDES, Seite 19.
(5) ebenda, Seite 25.
(6) ebenda, Seite 25.
(7) ebenda, Seite 280.
(8) GEFAHR IST MEIN GESCHÄFT, Seite 156.
(9) MORD IM REGEN, Seite 12.
(10) DIE SIMPLE KUNST DES MORDES, Seite 267.
(11) LEBWOHL, MEIN LIEBLING, Seite 290.
(12) LEBWOHL, MEIN LIEBLING, Seite 298.
(13) MORD IM REGEN, Seite 160.
(14) LEBWOHL, MEIN LIEBLING, Seite 5.
(15) LEBWOHL, MEIN LIEBLING, Seite 135.
(16) DAS HOHE FENSTER, Seite 252.
(17) ERPRESSER SCHIESSEN NICHT, Seite 9.
(18) DIE TOTE IM SEE, Seite 267.
(19) DIE SIMPLE KUNST DES MORDES, Seite 341/342.
(20) ebenda, Seite 161.
(21) ebenda, Seite 183.
(22) ebenda, Seite 167.
(23) DIE KLEINE SCHWESTER, Seite 16.
(24) ebenda, Seite 284.
(25) DIE SIMPLE KUNST DES MORDES, Seite 59.
(26) ebenda, Seite 260/261.
(27) ebenda, Seite 102.
(28) ebenda, Seite 110.
(29) DER LANGE ABSCHIED, Seite 179.
(30) DIE SIMPLE KUNST DES MORDES, Seite 35.
(31) ebenda, Seite 39.
(32) ENGLISCHER SOMMER, Seite 12/14.


Chandlers Werke in deutscher Übersetzung:
DER GROSSE SCHLAF (THE BIG SLEEP), Übersetzung von Gunnar Ortlepp, detebe 20132, 201 Seiten, 8,80 DM.
DIE KLEINE SCHWESTER (THE LITTLE SISTER), Übersetzung von Walter E. Richartz, detebe 20206, 287 Seiten, 9,80 DM.
DER LANGE ABSCHIED (THE LONG GOODBYE), Übersetzung von Hans Wollschläger, detebe 20207, 382 Seiten, 9,80 DM.
DAS HOHE FENSTER (THE HIGH WINDOW), Übersetzung von Urs Widmer, detebe 20208, 264 Seiten, 8,80 DM.
DIE SIMPLE KUNST DES MORDES (enthält Briefe Chandlers, diverse Essays, die Kurzgeschichte EIN SCHRIFTSTELLERPAAR sowie DIE POODLE SPRINGS STORY), herausgegeben von Dorothy Gardiner und Kathrine Sorley Walker, Übersetzungen von Hans Wollschläger, detebe 20209, 368 Seiten, 9,80 DM.
DIE TOTE IM SEE (THE LADY IN THE LAKE), Übersetzung von Hellmuth Karasek, detebe 20311, 272 Seiten, 9,80 DM.
LEBWOHL, MEIN LIEBLING (FAREWELL, MY LOVELY), Übersetzung von Wulf Teichmann, detebe 20312, 303 Seiten, 8,80 DM.
PLAYBACK (PLAYBACK), Übersetzung von Wulf Teichmann, detebe 20313, 184 Seiten, 7,80 DM.
MORD IM REGEN (enthält die Stories MORD IM REGEN, DER MANN, DER HUNDE LIEBTE, DER VORHANG, CHERCHEZ LA FEMME, MANDARIN-JADE, BAY CITY BLUES, DIE TOTE IM SEE, KEINE VERBRECHEN IN DEN BERGEN), Übersetzungen von Hans Wollschläger, detebe 20314, 481 Seiten, 9,80 DM.
ERPRESSER SCHIESSEN NICHT (enthält die Stories ICH WERDE WARTEN, ERPRESSER SCHIESSEN NICHT, EINFACHE CHANCEN, DER SUPERKLUGE MORD, NEVADA-GAS), Übersetzungen von Hans Wollschläger, detebe 20751, 297 Seiten, 9,80 DM.
DER KÖNIG IN GELB (enthält die Stories SPANISCHES BLUT, ZIERFISCHE, SCHÜSSE BEI CYRANO, BLUTIGER WIND, DER KÖNIG IN GELB), Übersetzungen von Hans Wollschläger, detebe 20752, 346 Seiten, 9,80 DM.
GEFAHR IST MEIN GESCHÄFT (enthält die Stories PERLEN SIND EINE PLAGE, GEFAHR IST MEIN GESCHÄFT, STRASSENBEKANNTSCHAFT HIGH NOON, DER BLEISTIFT), Übersetzungen von Hans Wollschläger, detebe 20753, 260 Seiten, 9,80 DM.
ENGLISCHER SOMMER (enthält die Stories ENGLISCHER SOMMER, DIE BRONZETÜR, PROFESSOR BINGOS SCHNUPFPULVER, diverse Essays und anderes Material), Übersetzungen von Wulf Teichmann und Hans Wollschläger, detebe 20754, 256 Seiten, 8,80 DM.